Gehe wohin dein Herz dich führt – dein Herz gehört der Welt / Teil 1

Herzenswelten

Wenn es denn so einfach wäre und es da nicht die Selbstzweifel gäbe, die unser Selbstvertrauen überschatten und auch die Stimme unseres Herzens übertönen.

Mangelndes Vertrauen in uns selbst und damit verbunden auch in andere Menschen und somit in die Welt, beruht erster Linie auf einem Mangel an Urvertrauen.  Sehr viele Menschen, in der modernen westlichen Welt, sind davon betroffen. Urvertrauen bedeutet, Vertrauen in unsere Existenz zu haben, darauf vertrauen zu können, dass uns das Leben, vor allem die Erde, nährt und erhält. Doch vielen fehlt der Bezug zur Erde und auch das geerdet Sein. Dahinter verbergen sich oft Erfahrungen großer Unsicherheit, die wir in sehr frühen Jahren in unseren Familien erlebt haben, weil dort der schützende und Geborgenheit schenkende Halt nicht, oder nur unzureichend vorhanden war. Diese eingeprägte Unsicherheit lässt uns dann den Angstweg beschreiten, auf dem uns auch als Erwachsener die Selbstzweifel weiterhin begleiten.
Früher oder später führt uns der Mangel an Selbstvertrauen in eine Abhängigkeit. Die treibende Kraft dahinter ist die Sehnsucht nach Liebe. Abhängigkeit ist Liebe in ihrer unerlösten Form. Sie bietet Nähe und Intensität, jedoch keine Freiheit. Sie ersetzt die Freiheit, solange noch zu wenig Liebe vorhanden ist.

Auf unserer Suche nach Liebe machen wir uns abhängig von Menschen, Dingen und Situationen, zum anderen auch von Handlungen, die wir ständig wiederholen, weil sie uns eine Art Ersatzbefriedigung verschaffen. Hierzu zählen Sport, Arbeit, Essen, Einkaufen und vieles mehr. Das Übermaß dieser Handlungen führt in die Einseitigkeit und somit in ein Ungleichgewicht. Letztendlich führt es uns in eine Sackgasse, in der irgendwann die Notwendigkeit besteht eine Notwende zu vollziehen, da es sonst keine weitere Erfahrungs- und somit Entwicklungsmöglichkeit mehr gibt. Wenn wir das Leben über den Ersatz leben, entstehen daraus die Gewohnheiten bis hin zu Süchten, Krankheiten und letztendlich zum Verfall.

Dieser negative Kreislauf ist der Lebensentfaltung entgegengesetzt und hat als Letztes den Tod im Schlepptau. Doch das ist nicht wirklich schlimm, denn das, was wesentlich und beseelt ist, kann keinen Schaden nehmen. Es ist letztendlich nur der Schein, der verendet, der Schein, der verfällt, sich auflöst. Nach einem Niedergang bleibt es uns nicht erspart, wieder aufzustehen und erneut die Chance zu nutzen. Vertrauen in uns selbst zu finden, in das Leben und somit auch in die Welt.

Das ist der Entwicklungsweg jeder Seele, die sich hinein entfalten will in die große Weltenseele. Je nach Seelenalter und -reife liegen noch einige Hindernisse auf diesem Weg, die jedoch alle dazu dienen, dass die Seele wächst und sich weiter entwickelt. Auf diesem Weg liegt die Wiederentdeckung der Stimme unseres Herzens, die uns den Weg hinein in die Erfüllung weist.

„Zugleich treten wir dann die Heimreise an. Lernen Schein und Sein zu unterscheiden, um uns bewusst zu letzterem, als höchstes Gut, zu bekennen. Nur so können wir es IHM gleich tun, gemäß seinem Willen. Hier endet das Drama des kleinen Ichs und das Tor zum Schöpfungsschauspiel öffnet sich. Treten wir ein, sind wir beides, Schauspieler und Zuschauer zugleich. Die Erfahrung wird im Herzen gemacht. Denn auch das Herz will sich bilden, sich weiten in die unendliche Ewigkeit.“ Auszug aus meinem Buch „Die Zeit ist reif …!“

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